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PRESSEMITTEILUNGEN

25/06/2015

JAGUAR UND DAS ENGLISCHE GESCHWINDIGKEITSWELTREKORD-TEAM VON RICHARD NOBLE SETZEN TECHNOLOGIEPARTNERSCHAFT FORT

  • Andy Green erprobt mit einem 300 km/h schnellen F-TYPE R Coupé das Auslösen der Bremsfallschirme an seinem Supersonic-Rekordjäger Bloodhound SSC 

  • Zwei Spezialmodelle auf Basis des Jaguar XJR als schnelle Einsatzfahrzeuge 

  • Amtierender Weltrekordhalter Andy Green wird mit einen der beiden 550-PS starken Jaguar XJR am letzten Juni-Samstag den berühmten „Goodwood Hill“ erstürmen 

  • 550 PS starker Jaguar 5.0 V8 Kompressor Motor treibt als Hilfsaggregat die Oxidationspumpe des Bloodhound-Raketentriebwerks an


Nach dem Start der Technologie-Partnerschaft zwischen Jaguar und dem vom ehemaligen Weltrekordhalter Richard Noble geleiteten Bloodhound SSC-Team, wurde nun ein lebenswichtiger Test der Bremsfallschirme erfolgreich absolviert. Um die Bedingungen für den Rekordversuche mit dem Bloodhound SSC realitätsnah zu simulieren, beschleunigte der amtierende Halter des Geschwindigkeitsrekords für Landfahrzeuge Andy Green ein speziell präpariertes Jaguar F-TYPE R Coupé auf 300 km/h. Dann löste er per Knopfdruck vom Cockpit aus die im Heck verstauten Fallschirme aus – und brachte den 550 PS starken Sportwagen innerhalb der vorhandenen Bremszone sicher zum Stehen. Darüber hinaus unterstreicht Jaguar mit der Weltpremiere eines schnellen Einsatzfahrzeugs vom Typ XJR beim diesjährigen Goodwood Festival of Speed seine Rolle als Technologie- und Innovationspartner des Bloodhound SSC-Weltrekordprojekts. Die Limousine ist einer von zwei für die Rekordversuche aufgebauten XJR und wird am 27. Juni mit Bloodhound-Pilot Andy Green den berühmten Goodwood Hill erstürmen.

Bereits in 2014 stellte Jaguar für einen Kommunikationstest in Südafrika ein F-TYPE Coupé mit Allradantrieb zu Verfügung. Der 5.0 Liter V8 Kompressor-Motor von Jaguar setzt die hydraulischen Systeme des Rekordwagens unter Druck und treibt zusätzlich die Oxidator-Pumpe des ab einem Tempo von 480 km/h startenden Raketentriebwerks an.

Die Ziele aller Beteiligten sind hoch gesteckt: In einem ersten Schritt will Andy Green seine selbst 1997 im Thrust SSC aufgestellte Rekordmarke von 763,035 mph (1.227,985 km/h) überbieten, um dann zu einem späteren Zeitpunkt die Schallmauer von 1.000 mph (1.609 km/h) zu durchbrechen. Dabei will Andy Green mit Hilfe einer Schubkraft von 135.000 PS eine Meile (1,609 Kilometer) in nur 3,6 Sekunden zurücklegen. Um aus diesen Geschwindigkeiten wieder sicher zum Stehen zu kommen, verfügt der Bloodhound SCC über verschiedene Bremssysteme. Neben seitlich ausfahrenden Luftbremsen – sie entfalten eine ähnliche Wirkung wie Landeklappen von Flugzeugen – verzögern unterhalb von 320 km/h Scheibenbremsen das Projektil. Darüber hinaus stehen noch zwei Bremsfallschirme zur Verfügung, um am Ende der knapp neun Kilometer langen Bremsstrecke in der südafrikanischen Hakskeen Wüste auch wirklich sicher zum Stehen zu kommen, denn ein schnelles und kontrolliertes Anhalten ist für einen erfolgreichen Rekordversuch ebenso entscheidend wie das Erreichen des Rekordtempos.

F-TYPE R Coupé mit geändertem Heckfenster und Verstärkungen im Chassisbereich
Um das Auslösen der Bremsfallschirme realistisch erproben zu können, suchte das Bloodhound SSC-Team einen mindestens 300 km/h schnellen Sportwagen. Kein Problem für Technologiepartner Jaguar, der ein F-TYPE R Coupé zur Verfügung stellte. Schauplatz für die Simulation des Ernstfalls war der 1993 stillgelegte RAF Fliegerhorst Bentwaters nahe Woodbridge (bei Ipswich, Grafschaft Suffolk). Damit die tropfenförmigen Fallschirme im Heck des Jaguar F-TYPE R Coupé problemlos verstaut und fixiert werden konnten, erhielt der Sportwagen ein geändertes Heckfenster und Verstärkungen im hinteren Chassisbereich.

Green löste die Fallschirme durch einen im Cockpit montierten Knopf aus, wodurch sich der Luftwiderstand des F-TYPE schlagartig um eine Tonne erhöhte. Der Jaguar verzögerte wie ein Flugzeug nach der Landung, ehe ihn Green mit Hilfe der Scheibenbremsen zu einem kontrollierten Halt brachte.

Die hohe Richtungsstabilität und Dynamik des F-TYPE R Coupés – es beschleunigt in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h - ermöglichten die erfolgreiche Durchführung des für das Bloodhound Team und den Hersteller der Fallschirme (SES) vitalen Sicherheitstests.

Zwei XJR als schnelle Eingreiftruppe
Die XJR erhöhen die Schlagkraft der schnellen Eingreiftruppe von Jaguar und sind das Werk von Special Vehicle Operations (SVO), der Jaguar Land Rover Abteilung für besondere Fahrzeuge. Um die vitalen Rettungseinrichtungen an Bord verstauen zu können, wurde die Rückbank der XJR entfernt und ein solider Überrollkäfig installiert. Dazu kamen speziell angefertigte Gehäuse für die Unterbringung des von der britischen Firma Angloco gestellten Feuerlöschequipment – darunter Löschschaumzylinder, eine Hydraulikpumpe, ein Motor und ein Schlauch.

John Edwards, Geschäftsführer Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations, sagt: „Diese Modelle sind Spezialanfertigungen für eine sehr besondere Aufgabe. Sie unterstreichen die Fähigkeit von SVO, Fahrzeuge für jeden Einsatzzweck und mit den höchstmöglichen Standards auf die Räder zu stellen. Zugleich sind wir stolz darauf, unseren Teil zu einem weiteren britischen Angriff auf den absoluten Weltrekord für Landfahrzeugen beizutragen.“

Das Bloodhound-Team wird die schnelle Eingreiftruppe von Jaguar bei allen Vortests und den eigentlichen Weltrekordfahrten einsetzen, um so in der südafrikanischen Haakskeen Pan Wüste Andy Green eine optimale Versorgung zu sichern.

Der XJR ist die ideale Wahl, um wichtige Teammitglieder und die Löscheinrichtungen immer in räumlicher Nähe zum Bloodhound SCC zu halten. Er verfügt über eine geräumige Kabine und beschleunigt dank seines 405 kW (550 PS) starken 5.0 Liter V8 Supercharged Motors in nur 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 280 km/h.

Das Video des Bremsfallschirmtest mit dem Jaguar F-TYPE R Coupé für den Bloodhound SCC Rekordversuch finden Sie unter folgendem Direktlink:
https://www.youtube.com/watch?v=2gQMlZCKWTw&list=PLhSr9HMRx2LOkba1g9v07Kw95LYP0aRnO

Das Video des Kommunikationstests mit F-TYPE R Coupé und Allradantrieb für den Bloodhound SCC Rekordversuch in Südafrika ist unter folgendem Direktlink zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=J5x0owty4Tg&list=PLhSr9HMRx2LMaSudLUiJ8WXPBb8INapRy

Bei der Unterstützung von Weltrekordversuchen mit schnellen Einsatzfahrzeugen blickt Jaguar auf eine lange Tradition zurück. Erstmals 1983 stellte das Unternehmen einen XJ12 Serie III für Rekordjagden von Richard Noble im Thrust 2 zur Verfügung. Damals erreichte der heutige Manager des Bloodhound-Teams in der Black Rock-Wüste von Nevada im Mittel aus Hin- und Rückfahrt 1.109,468 km/h. 1997 kam ein XJR der Baureihe „X308“ zum Einsatz, um Andy Green an gleicher Stelle im Thrust SSC zur Seite zu stehen. Auch dieser Rekordversuch glückte – mit 1.227,985 km/h durchbrach der Militärpilot die Schallmauer. Nun will der RAF-Flieger im Rang eines Wing Commanders mit Unterstützung von Jaguar im neuen „Bluthund“ seinen eigenen Rekord nochmals unterbieten.