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PRESSEMITTEILUNGEN

10/06/2014

Jaguar unterstützt Team Sky und Pinarello bei Konstruktion des neuen Tour de France-Rads

  • Jaguar ist offizieller Innovationspartner des Team Sky
  • Aerodynamik-Team in Gaydon formte das schnellste Pinarello-Rad aller Zeiten
  • Zudem ist das „Dogma F8“-Rad leichter und steifer als Vorgänger-Modell

Jaguar unterstützte die renommierte Rennrad-Schmiede aus Treviso bei der Entwicklung des neuen Dogma F8-Rades mit dem Know-how seiner Aerodynamik-Abteilung. Christopher Froome, Tour de France-Sieger 2013, zeigte sich nach ersten Tests begeistert: „Mit diesem Rad kann ich meinen Vorjahres-Sieg wiederholen!“

Die 2010 begründete Partnerschaft zwischen Jaguar und Team Sky startet damit in eine neue Dimension. Erstmals nutzt der Top-Rennstall die technischen Kapazitäten von Jaguar, die Marke ist ab sofort „Innovationspartner“ des Team Sky.

Erste Einsätze im Juni beim Critérium du Dauphiné und der Tour de France
Das neue Rennrad Dogma F8 wird erstmals beim aktuell stattfindenden Critérium du Dauphiné eingesetzt – traditionell die Generalprobe für die Tour de France. Die „Tour“ selbst beginnt dieses Jahr am 5. Juli in Leeds. Team Sky und Chris Froome treten als Titelverteidiger an.

Laut Sky-Teamchef Sir Dave Brailsford wird der Zugang zu den technischen Ressourcen von Jaguar Team Sky in Zukunft noch wettbewerbsfähiger machen: „Im Radrennsport geht es um Sekundenbruchteile. Dank der Erfahrung und des Wissens der Jaguar Performance- Ingenieure, der weltweiten Reputation von Pinarello und der großen Erfahrung von Team Sky haben wir ein außerordentliches Rennrad auf die Räder gestellt. Jaguar hat seine fortschrittliche CFD-Simulationstechnik [Computational Fluid Dynamics – numerische Strömungsmechanik] eingesetzt, um das bislang eingesetzte Pinarello Dogma 65.1 noch schneller zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Fahrer die Tour de France auf dem schnellsten jemals von uns eingesetzten Rad bestreiten werden.“

Über 300 CFD-Versuchsreihen zwischen Oktober 2013 und Januar 2014
Dank Jaguar konnte die aerodynamische Performance des von Pinarello gelieferten Rahmens nochmals verbessert werden. Auf Basis von festen „hard points” – wie dem Radstand und der Geometrie – optimierten die Jaguar Ingenieure die Windschnittigkeit der Rohrprofile und reduzierten den Luftwiderstand der am Rahmen montierten Komponenten. Zwischen Oktober und Jänner wurden über 300 virtuelle CFD-Versuchsreihen gefahren – nach den gleichen Methoden, mit denen sonst neue Fahrzeuge von Jaguar Land Rover aerodynamisch feingeschliffen werden. Der Widerstand jedes Einzelteils wurde genau gemessen, einzelne Änderungen analysiert und verglichen. Windkanal-Tests zur Verifizierung der CFD-Ergebnisse rundeten das Programm ab.

Innerhalb des UCI-Reglements erlaubte Änderungen umfassten tragflächenförmige Rohre und eine windschnittigere Sattelstütze. Auch die Vorderradgabel des Dogma F8 wurde auf geringsten Luftwiderstand und einen ungestörten Luftstrom zum unteren Rohr feingetunt. Selbst das Kabel des hinteren Umwerfers wurde auf eine turbulenzfreie Führung ausgelegt; zugleich erlauben drei Bohrungen am Sitzrohr eine luftwiderstandsärmere Montage einer zweiten Trinkflasche.

In gewissen Bereichen nahm Jaguar zugunsten der Aerodynamik auch leichte Modifikationen am berühmten asymmetrischen Design des Dogma 65.1 vor. So wurde zum Beispiel die Mono-Sitzstrebe im Bereich der Hinterrad-Bremse asymmetrisch ausgebildet, um so eine saubere Umströmung des Bremssattels bei zugleich minimalem Materialeinsatz zu erreichen. Auch der obere Teil der hinteren Kettenstrebe wurde asymmetrisch geformt.

Aerodynamik dank CFD-Simulationsverfahren um 26% verbessert
Die Feinarbeiten zahlten sich messbar aus: Windkanal-Tests ergaben für das Dogma F8 eine gegenüber dem Vorgänger Dogma 65.1. um 26% verbesserte Aerodynamik; mit aufsitzendem Fahrer beträgt der Vorteil noch 6,4%. Allein der Rahmen ist um 40% windschnittiger ausgefallen.

„Jaguar verfügt über sehr fortschrittliche CFD Simulationsverfahren und eine große Rechenpower. Daher können wir sehr viele verschiedene Konfigurationen in hoher Auflösung und sehr schnell durchspielen”, sagt Jon Darlington Leiter der Aerodynamik-Abteilung bei Jaguar Land Rover. „Dabei wenden wir ganz ähnliche Programme an wie bei der Entwicklung eines neuen Autos. Wir haben ein hochtalentiertes Team, ausgestattet mit profundem Wissen in allen Fragen der Aerodynamik. Diese Kompetenzen für die Entwicklung eines Rennrads zu nutzen, stellte ein Novum dar.“

Das Gewicht des Kohlefaserrahmens sank um neun Prozent
Bike-Bauer Pinarello zielte beim neuen Dogma F8 auf ein weiterhin überlegenes Handling, verfeinert durch ein niedrigeres Gewicht sowie eine noch höhere Steifigkeit und optimierte Aerodynamik. Das Fahrverhalten sollte zumindest auf dem gleichen, bekannt hohen Niveau des Dogma 65.1.liegen. Das Gewicht des Rahmens wurde um mehr als 9% gesenkt und gleichzeitig die Steifigkeit dank höherwertiger Kohlefaser-Materialien gesteigert.

„Eine große Stärke der Pinarello-Räder ist seit jeher ihr Handling – und genau das schätzte das Team Sky schon am Dogma 65.1. ganz besonders”, sagt Darlington. „Daher behielten wir die „hard points” des Rahmens bei und verbanden dann die einzelnen Punkte dank der CFD Simulationsverfahren mit optimierten Rohrprofilen. Wir verringerten auch die Stirnfläche des Rads und damit zugleich den Materialeinsatz.

„Jaguar half uns, das schnellste Pinarello-Rad aller Zeiten zu bauen“
Fausto Pinarello, CEO von Pinarello: „Wir schauen immer nach neuen Technologien, um unsere Räder noch schneller zu machen”, sagt Pinarello. „Es war eine große Freude, mit Jaguar an der Aerodynamik zu arbeiten. Sie brachten eine Menge an Expertise ein und werden die Chancen für einen Sieg von Team Sky bei der Tour de France erhöhen. Und allen Kunden eines Dogma F8 zu einem überlegenden Wettkampfgerät verhelfen.

Am wichtigsten sind für uns jedoch die Eindrücke der Fahrer. Chris Froome war sehr angetan nach seiner ersten Fahrt mit dem Dogma F8. Er weiß, dass er mit diesem Bike die Tour erneut gewinnen kann.“

Froome: „Die Kraft der Beine gelangt ohne Verwindungen direkt auf die Straße“
„Die Unterschiede bei den ersten Tests mit dem Dogma F8 waren offensichtlich“, sagt der als Titelverteidiger in die Frankreich-Rundfahrt gehende Brite. „Das neue Rad ist spürbar leichter und fühlt sich auch steifer an. So gelangt die volle Kraft der Beine ohne Verwindungen oder Bewegungen direkt auf die Straße. Mit diesem Rad kann ich eine weitere Tour gewinnen. Ich werde alles tun, um diesen Erfolg möglich zu machen.”