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PRESSEMITTEILUNGEN

JAGUAR LAND ROVER STUDIE VECTOR

Zukünftige autonome Fahrzeuge von Jaguar Land Rover sollen Reisekrankheit durch vorausschauendes Beschleunigen, Abbremsen und Lenken verhindern

  • Intensive Forschungen im Bereich autonomes Fahren sind Teil der Jaguar Land Rover- Vision, in Zukunft Mobilität ohne Unfälle und Staus zu realisieren
  • Selbstfahrende Fahrzeuge werden so gesteuert, dass ihr vorausschauendes Fahrverhalten das Auftreten von Reisekrankheit minimiert
  • Intelligente Software passt die Beschleunigung, das Bremsen und die Lenkbewegungen an, um Übelkeit wirkungsvoll vorzubeugen

Whitley UK / Salzburg, 6. August 2020

Jaguar Land Rover treibt mit Blick auf künftige, autonom fahrende Autos Software-Entwicklungen voran, die den Komfort und die Gesundheit der Insassen an Bord weiter verbessern. Denn in Autos der Zukunft werden Menschen während der Fahrt auch arbeiten, lesen oder einfach nur entspannen. Um das zu erreichen, werden Fahrstil und Fahrverhalten über Algorithmen so gesteuert, dass sich die Fahrzeuge dynamisch und ergonomisch jedem Passagier anpassen und so während der Fahrt auftretende Übelkeit wirkungsvoll verhindern.

In der ersten Phase des Projekts entwickelte Jaguar Land Rover bereits einen individualisierten „Wohlfühl-Modus“. Dahinter verbergen sich Daten, die analysiert haben, was zu Reisekrankheit führt und welche Reaktionen sie beim Menschen hervorruft. Anhand dieser Informationen ist es möglich, über Algorithmen die Unwohlsein auslösenden Faktoren um bis zu 60 Prozent zu reduzieren. Nun haben die Experten am Jaguar Land Rover Software Engineering Center im irischen Shannon diesen „Wohlfühl-Modus“ auf künftige selbstfahrende Autos übertragen.

Die intelligente Software kombiniert die Daten aus über 32.000 realen und simulierten Testkilometern zur Erforschung der Reisekrankheit, um daraus fahrdynamische Parameter zu berechnen. Fortschrittliches maschinelles Lernen stellt sicher, dass das Auto auf Basis jedes durch die autonome Testwagenflotte gesammelten Kilometers seinen Fahrstil optimiert.

Diese Technologie hilft, Jaguar Land Rover-Fahrzeuge zum autonomen Fahren regelrecht anzulernen, dabei aber den individuellen Charakter eines jeden Modells – vom knackigen Jaguar-Sportwagen bis zu den vielseitigen Land Rover-Modellen – beizubehalten. Ziel ist eine personalisierte Fahrzeugkabine in einer autonomen und vernetzten Zukunft der Mobilität.

Reisekrankheit und Übelkeit beim Fahren ereilt viele Passagiere und tritt vor allem dann auf, wenn die Augen Informationen aufnehmen, die von denen abweichen, die vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr, von der Haut oder vom Körper registriert werden. Nicht selten geschieht das beim Lesen, wenn die Augen nach unten gerichtet sind. Dank des neuen Systems werden Beschleunigung, Bremsen und das Lenken bzw. Halten einer Fahrspur so optimiert, dass ein flaues Gefühl im Magen oder Übelkeit gar nicht oder nur gemildert auftritt.

Ein Ergebnis dieser Forschungen sind fortschrittlichere Fahrerassistenz-Systeme für künftige Jaguar- und Land Rover-Modelle, darunter adaptive Geschwindigkeitsregelanlagen und Spurüberwachungssysteme. Das profunde Wissen unterstützt Jaguar Land Rover bei der Entwicklung fortschrittlicher Fahrzeuge, heute und erst recht in der Zukunft.

Dr. Steve Iley, Chief Medical Officer, Jaguar Land Rover, sagt: „Die Mobilität ändert sich schnell. Deshalb müssen wir die Kompetenz selbstfahrender Fahrzeuge steigern, um unser Ziel von null Unfällen und null Staus zu erreichen. Die Lösung des Problems Reisekrankheit in fahrerlosen Autos ist der Schlüssel zur Ausschöpfung des riesigen Potentials, das diese Technologien für die Insassen bereithalten. Diese werden dann die Reisezeit zum Lesen, Arbeiten oder Ausspannen nutzen können.“

Jaguar Land Rover geht damit den nächsten Schritt auf dem Weg zur Mission Destination Zero. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, durch einen kontinuierlichen Innovationsstrom Gesellschaft und Umwelt sicherer, gesünder und sauberer zu machen. Mit Blick auf eine höhere Qualität urbanen Lebens hat Jaguar Land Rover Anfang 2020 bereits die Konzeptstudie Projekt Vector vorgestellt – ein autonomes und vollelektrisches Shuttlefahrzeug mit ungewöhnlich großem Platzangebot und hoher Flexibilität für die urbane Mobilität von morgen.

Jaguar Land Rover geht davon aus, das sich in einer Welt nach Covid-19 die Erwartungen an den Individualverkehr ändern werden. Der Fokus wird auf einer sicheren und sauberen Mobilität liegen; persönlicher Freiraum und Hygiene werden für die Kunden eine größere Rolle spielen. Schon heute kommt Jaguar Land Rover diesen gesteigerten Erwartungen an das Wohlbefinden an Bord in Form neuer Technologien und Materialien entgegen. Beispiele sind Müdigkeitswarner und induktives, kontaktloses Aufladen von Elektrofahrzeugen. Darüber hinaus beugen gekühlte Sitze, indirekte Ambiente-Beleuchtungen und mannigfache Möglichkeiten zur Sitzverstellung dem Risiko einer vorzeitigen Ermüdung vor.

Damit nicht genug, stellt das elektronisch gesteuerte Fahrwerkssystem Adaptive Dynamics sicher, dass alle zehn Millisekunden die Dämpferabstimmung den Fahrbahnverhältnissen angepasst wird. Folge: ein immer gleich hohes Komfortniveau ohne Einbußen bei der Fahrdynamik aller Jaguar und Land Rover Modelle.